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Erfolgreiche WABE-Projektpräsentation
im Kreishaus Verden
    
Alle ProjektpartnerInnen waren aufgefordert, ihre Projekte
dort vorzustellen und erste Ergebnisse zu präsentieren. Interessierte aus
der Region konnten sich dort auf der gut besuchten Veranstaltung über erfolgreiche Projekte, über
Fördermöglichkeiten für 2008 informieren und an einem der vier Workshops
teilnehmen.
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Sternmarsch - Tag der Demokratie Vorbereitung einer
kreisübergreifenden Aktion |
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Soziale Gruppenarbeit / Elternarbeit |
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Jugendkulturen /Codes / Musik |
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Wortergreifungsstrategie |
Die Projektpartner nutzten die Gelegenheit, um 30 Projekte
vor Ort vorzustellen und sich auszutauschen. Der Internationale Frauenverein
Ottersberg e. V. sorgte derweil für das leibliche Wohl. Verdens Landrat
Peter Bohlmann begrüßte die Besucher im Kreistagssaal und hob die
Notwendigkeit hervor, den Rechtsextremisten vor Ort etwas entgegenzusetzen
und zeigte sich zuversichtlich.
Bürgermeister Lutz Brockmann zog nach fast einem Jahr
Projektträgerschaft durch die Stadt Verden eine positive Bilanz für die Arbeit des "Weser-Aller-
Bündnisses". Kreisrechtsrat Thomas Klein aus Nienburg lobte die gute
Kooperation. Zugleich zeichnete Ehler Meyer von der Stadt Nienburg die
veränderte Wahrnehmung rechtsextremistischer Aktivitäten in Nienburg nach
und machte deutlich, dass viele in Nienburg davon ausgegangen waren, dass
dort in Sachen Nazis ein weißer Fleck bestehen würde. Inzwischen ist man in
Nienburg sensibilisiert und viele sind aktiv geworden - nicht zuletzt durch
WABE. Susanne Pollitt und Sabine Hartung stellten für den Runden Tisch
gegen Rassismus und rechte Gewalt Nienburg Aktionsformen vor, die nicht aufs Reagieren beschränkt sind.
Ein Ergebnis der Veranstaltung wurde im Workshop "Tag der
Demokratie" erarbeitet: Am 23.Mai 2008 sollen in beiden Landkreisen
entsprechende Aktionen mit Bezug auf das Grundgesetz stattfinden. Die
Organisation liegt in Nienburg beim "Runden Tisch" und in Verden beim "Verdener
Bündnis". Vertreter von Stadt und Landkreis Nienburg signalisierten ihre
Unterstützung, da sich die Realisierung in Kooperation mit der
Stadtverwaltung in Verden bewährt hat und dort auch so fortgesetzt wird.
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Projekte 2007:
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Ver.di / Runder Tisch gegen Rassismus
und rechte Gewalt in Stadt und Landkreis Nienburg; Jugendkulturelle
Aktivitäten im Rahmen des Aktionstages "Gesicht zeigen für Demokratie - mit
Courage!" in Nienburg
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Verein ambulanter Erziehungshilfen e. V. ;
Soziale Gruppenarbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen in Langwedel
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Dokumentationsstelle Pulverfabrik in
Liebenau u. Steyerberg e. V.; Deutsch-ukrainischer Jugendaustausch 2007 -
Begegnung mit ehemaligen Zwangsarbeitern und Jugendlichen
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Präventionsrat Liebenau / Jugendpflege; NI-Wieder - Ergebnisorientiertes Jugendmusikprojekt / Produktion einer CD
gegen Rechtsextremismus
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Verein für Jugendarbeit Uchte e. V.;
Zusammen arbeiten, spielen und lernen - kulturelle Schranken überwinden
-
Kirchenkreis Verden / Verdener Bündnis
gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Toleranz; Sternmarsch für
Demokratie
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Fördergemeinschaft Leintorschule;
Zusammen sind wir stark - Kompetenztraining für HauptschülerInnen
-
Drübberholz e. V.; Antifaschistisches
Jugendcamp - Bildung macht stark gegen Rassismus
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JAM Initiative e. V.; Vermittlung von
gewaltfreien Kommunikationstechniken zur Stärkung von tolerantem und
demokratischem Miteinander
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Präventionsrat SG Grafschaft Hoya e. V.;
Streitschlichterinnenausbildung
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Schulverein Gymnasium am Wall;
Ausstellung zur Widerstandsgruppe "Weiße Rose" im Gymnasium am
Wall
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Arbeiterwohlfahrt; Bunte Lehmwandlung -
Intergeneratives Beteiligungs- und Gestaltungsprojekt in einem
benachteiligten Stadtteil
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Schulverein Realschule Achim; Workshop mit
Jugendlichen gegen Rechts, gegen Rassismus und Diskriminierung
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Evangelische Jugend im Kirchenkreis Verden; Dokumentation und Präsentation von Projekten und Aktivitäten zur
Demokratieentwickung
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Internationaler Frauenverein Ottersberg e.
V.; Interkulturelle Kochgruppe für Kinder und Jugendliche
-
Kulturhaus Schützenhaus e. V.; Aufmucken
gegen Rechtsextremismus
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Verein Historisches Museum Domherrenhaus;
Ausstellung "Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben"
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Frauen helfen Frauen e. V.; Mädchengruppe
"Powergirls"
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Verein Regionalgeschichte Verden e. V.;
Ausstellung "Zwangsarbeit im Landkreis Verden"
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Kreisjugendring Nienburg e. V.; Juleica-Sommerfest - Aktivierung und Schulung von jugendlichen
MultiplikatorInnen
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Präventionsrat SG Grafschaft Hoya e. V. ;
Prävention in Grundschulen - Kooperation von Grundschulen, Eltern und
Jugendpflege
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Verein für Jugendarbeit Uchte;
Juleica-Intergenerativ - Multiplikatorenschulung
-
Förderverein d. Grund- u. Hauptschule
Nordertor; Nordertorschule Weltweit - Beteiligungs- und Gestaltungsprojekt
zum Erwerb interkultureller Kompetenzen
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Kirchenkreis Verden; Präsentation u.
Dokumentation von guten Praxisprojekten
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Kirchenkreis Verden / Verdener Bündnis
gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Toleranz; Lesung Ivar Buterfas -
Zeitzeugenberichte
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Verein f. Jugendarbeit; Uchte ist bunt
- Beteiligungs- und Gestaltungsprojekt mit jugendgemäßen Ausdrucksmitteln
-
Naturfreunde Nienburg e. V. / Runder Tisch
gegen Rassismus und rechte Gewalt Nienburg; Gesicht zeigen - Herbstaktion
"Der Nienburger Herbst ist bunt!"
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Förderverein d. Freiwilligen Feuerwehr
Marklohe e. V.; Politisch-historische Fahrt nach Berlin
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Fördergemeinschaft Wilhelm-Busch-Schule;
"Du dumme Sau" - Gewaltfreie Kommunikation
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BASE e. V.; Pilot-Projekt-Kreta -
Beteiligungs- und Aktivierungsprojekt für benachteiligte Jugendliche
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Förderverein Grundschule am Bach; Märchen
aus aller Welt - Interkulturelles lernen in der Grundschule
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Verein Regionalgeschichte Verden e. V.;
Arbeitsmaterialien zur lokalhistorischen Aufarbeitung des
Nationalsozialismus in Verden
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Kirchenkreis Verden / NIKLAS;
Interkulturelles Stadtfest - Aktivierung und Beteiligung in einem
benachteiligten Stadtteil
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CVJM Landesbergen /Johanniter Landesbergen;
Präventionswoche gegen Rechtsextremismus in einer ländlichen Gemeinde
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CJD Nienburg; Miteinander-Füreinander:
Nacht der Religionen - Auftaktaktion für die Bildung eines interkulturellen
Jugendrates
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Fördergemeinschaft Leintorschule; Zusammen
sind wir stark 2 - Vermittlung sozialer Kompetenzen und Förderung der
interkulturellen Kommunikation
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Jugendzentrum Verden Dampfmühle e. V.;
Jugendbücherei - Antifaschistische Jugendinitiative
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Kulturimpuls Steyerberg e. V.;
Szenische Lesung - Jugendkulturelles Projekt zur Wiederentdeckung eines
historischen Romanes
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Kreisjugendring Nienburg e. V.; Rote Karte
- Bunte Karte - Überregionale Aktion gegen Rechtsextremismus in
Niedersachsen und Bremen
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Ev. Jugend Kirchenkreis Nienburg;
Evangelische Jugend gegen Rechts - Aktivierungsprojekt der Evangelischen
Jugend in Verden und Nienbur
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Kreisjugendring Nienburg beteiligt sich an dem Projekt ROTE KARTE
GEGEN RECHTS, das gemeinsam vom Niedersächsischen Landespräventionsrat und
dem Lidice Haus initiiert wurde.
Die
Aktio ROTE KARTE GEGEN RECHTS ist eine bestehende preisgekrönte Aktion, die
in Kooperation von niedersächsischen und bremer Akteuren initiiert wurde.
Dabei sind Postkarten gegen Rechts und für Demokratie entstanden, die zu
unterschiedlichen Anlässen genutzt werden können (z. B. Verteilung im
Weserstadion)
Der Kreisjugendring Nienburg lässt stellvertretend für die Akteure im
Fördergebiet die Karten drucken und stellt sie kostenlos zur Verfügung.
Zentrale Verteilstellen in den Landkreisen sind die beiden
Kreisverwaltungen.
Durch den Förderhinweis und dem Abdruck der Internetadresse wird im gesamten
Fördergebiet bei Aktivitäten gegen Rechtsextremismus für den LAP und das
Förderprogramm geworben.
Die Karten standen bei der WABE-Präsentationsveranstaltung in Verden in
großen Mengen zur Verfügung und wurden an Projektpartner verteilt. In
Nienburg wurden die Karten bei verschiedenen Aktionen des Runden Tisch gegen
Rassismus und rechte Gewalt sowie des Kreisjugendringes eingesetzt. Der
Kreisjugendring Nienburg nutzt die Karte als Einladung für Veranstaltungen.
Im Landkreis Verden wurden die Karten u. a. vom Verdener Bündnis gegen
Rechtsextremismus, für Demokratie und Toleranz verteilt. Insbesondere bei
Jugend- und Schulaktionen kamen die Karten zum Einsatz. |
Erfolgreicher Aktionstag zeigte gelebte Demokratie
in der Provinz!
Aufgrund eines von der NPD Niedersachsen geplanten Aufmarsches in Nienburg
am 17. März 2007 hat sich am "Runden Tisch gegen Rassismus und rechte
Gewalt" ein breites Bündnis unter dem Motto "Gesicht zeigen für
Demokratie! - Mit Courage!" zusammen
gefunden, um dem neofaschistischen Treiben friedlich und
demokratisch etwas entgegenzusetzen, mit dem sich die Bürgerinnen
und Bürger der Stadt
mehrheitlich identifizieren konnten. Viele NienburgerInnen hatten sich
entschlossen, den Aufzug der NPD durch eine friedliche Blockade zu
stoppen, da sie es für unerträglich hielten, mit anzusehen, dass die NPD
zum Auftakt der interkulturellen Woche gegen Rassismus mit Hetzparolen an
der Nienburger Moschee vorbei marschieren würde.
Nachdem die NPD ihren Aufmarsch nach Minden verlegte, wurde an dem
Projekt festgehalten, um ein deutliches Signal für
Demokratie zu setzen. Neben Sportvereinen, Schülern und Jugendverbänden
beteiligten sich die unterschiedlichsten Gruppen an dem Aktionstag mit den
unterschiedlichsten Aktionsformen. Mehr als 50 Gruppen hatten
bereits im Vorfeld ihre Beteiligung an dem Kulturfest zugesichert,
während andere eine Demonstration vorbereiteten.
Mit Hilfe der
Förderung aus dem Lokalen Aktionsplan wurden folgende Aktivitäten
umgesetzt: Im Rahmen des Kulturfestes in der Nienburger Innenstadt fand
auf vier Bühnen ein vielfältiges Bühnenprogramm statt, das jung und alt
ansprach. Jugendliche waren bereits in der Vorbereitung beteiligt und waren
während des Kulturfestes als AkteurInnen und BesucherInnen zahlreich vertreten.
Drei Rockbands
spielten kostenlos auf einer Rockbühne für den guten Zweck. Das
Jugendtheater S’putnike stellte ihre Show auf einer anderen Bühne vor.
Eine Samba- und eine Gitarrengruppe begleiteten die Demonstration „Gesicht
zeigen!“, die mit 550 TeilnehmerInnen aus sicht der Organisatoren sehr gut
besucht war. Der Kreisjugendring veranstaltete ein Menschenkicker-Turnier
gegen Rechtsextremismus an dem sich 18 Mannschaften beteiligten. Den
Auftakt bildete um 5 vor 12 ein Spiel zwischen Kreistagsmitgliedern und
dem Kreisjugendringvorstand. Als Sieger des Turniers ging die
Jugendmannschaft des türkisch-islamischen Kulturvereines hervor. Die
Gewerkschaft Ver.di hat fast 1000 Menschen, darunter viele Schülerinnen und Schüler,
mit der Plakataktion „Gesicht zeigen!“ zur Stellungnahme ermuntert. Bei
dieser Aktion wurden Fotoplakate erstellt, die jeweils vier Fotos und
einen Slogan gegen Rechtsradikalismus zeigten. So konnten auch Menschen
ihr Gesicht zeigen für Demokratie, die am Aktionstag nicht dabei sein
konnten. Die Plakate wurden einlaminiert und in der Georgstraße an einer
langen Leine aufgehängt.
Der Rückzug der NPD
kann sicher nicht ursächlich auf die starke Mobilisierung für den
Aktionstag zurückgeführt werden. Allerdings hat der Aktionstag eine breite
und konstruktive Diskussion zur Bekämpfung von neofaschistischen
Ideologien in der Region eröffnet und viele Menschen sensibilisiert.
Dies schlug sich auch nieder in entsprechenden Beschlüssen von Stadtrat
und Kreistag sowie verschiedener Verbände, u. a. der drei
Naturschutzverbände und dem Kreisjugendring.
Der neofaschistischen Szene wurde deutlich signalisiert, dass sie in
Nienburg unerwünscht ist und man sich von ihr nicht Bange machen lässt. In
verschiedenen Gruppen wurden Jugendliche motiviert, sich längerfristig
für Demokratie und Menschrechte zu engagieren.
So lässt sich
festhalten, dass die AkteurInnen und BesucherInnen durch den Aktionstag in
ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement bestärkt wurden und gelebte
Demokratie in Nienburg spürbar wurde.
www.florainfo.de
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Sternmarsch für die Demokratie
Kundgebung mit Schülerinnen und Schülern vor dem
Rathaus
Am 23. Mai 1949 wurde unser Grundgesetz verkündet. Dieses für uns alle
wichtige
Ereignis erkennt man heute in der Regel an jedem 23. Mai nur an der
öffentlichen
Beflaggung.
Dass es auch anders geht, beweisen das Verdener Bündnis gegen
Rechtsextremismus, für Demokratie und Toleranz sowie Bürgermeister Lutz
Brockmann. Sie haben gemeinsam Schulen aufgerufen, an einem Sternmarsch für
die Demokratie teilzunehmen. So werden sich am Mittwoch Verdener,
Kirchlintelner
und Dörverdener Schulen sternförmig zum Verdener Rathaus bewegen. Dort
werden
sie von 12 Uhr bis 12.45 Uhr das Thema Demokratie in unterschiedlicher Form
zur
Sprache bringen.
Hintergrund dieser Idee ist die Erkenntnis, dass wir unsere Demokratie nicht
automatisch vererben, sondern dass wir uns täglich um sie bem ühen müssen.
„Erfahrungen aus unserer Geschichte, aber auch aus der jüngsten
Vergangenheit
zeigen, wie wichtig es ist, dass sich auch Schülerinnen und Schüler immer
wieder mit
unserer Demokratie auseinandersetzen“, so ein Bündnissprecher.
Alle, die dieses Anliegen unterstützen, sind herzlich eingeladen, sich am
23. Mai um
12 Uhr auf dem Rathausvorplatz einzufinden und an der Kundgebung
teilzunehmen.
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JULEICA SOMMERFEST bot Spaß und stärkte JugendleiterInnen den Rücken
Mit einem JULEICA-Sommerfest auf dem JAM-Gelände in Marklohe
bedankte sich der Kreisjugendring Nienburg e. V. bei den JugendleiterInnen im
Landkreis. Zugleich präsentierten Jugendverbände ihre Arbeit.
Jugendfeuerwehr, Johanniter, Evangelische Jugend, Fachbereich Jugend und Sport
des Landkreises und Royal Ranger Pfadfinder waren mit eigenen Angeboten
vor Ort. Für die Aktion Kistenklettern der Pfadfinder hatte
das Technische Hilfswerk eigens einen Autokran aufgebaut. Jugendliche aus der
Lehmwandlung organisierten ein Menschenkicker-Turnier. Live-Musik gab es von der
Rockgruppe "my.enemies.12.mistakes"
und der Jugendrockband der Kirchengemeinde Erichshagen.
Im Rahmen des Projektes "Prävention &
Emanzipation fand ein Workshop zum Thema "Erlebniswelt
Rechtsextremismus" statt. Für das leibliche Wohl sorgte die Jugendwerkstatt
gemeinsam mit JAM und der Evangelischen Jugend. Die Mitglieder des
Jugendhilfeausschusses zeigen sich von der Arbeit des Kreisjugendrings
beeindruckt. KJR-Vorsitzender Jörg Meier begrüßte die Gäste und machte deutlich,
dass die ehrenamtliche Jugendarbeit immer noch zu wenig Anerkennung finde. Die
Bürgermeister und Landrat Heinrich Eggers hoben in ihren Grußworten hervor, dass
die Würdigung der ehrenamtlichen Jugendleiter verstärkt werden sollte und dass
mit dem Sommerfest ein guter Anfang gemacht worden sei.
    
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Die Pulverfabrik Liebenau - unsere Fahrt in
die Ukraine
Am 07.10.2007 hat
unsere Austauschfahrt in die Ukraine begonnen. Wir fuhren zum Gegenbesuch,
nachdem fünf Schüler aus Krolewez mit ehemaligen ukrainischen
Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern am Gedenktreffen 2006 teilgenommen
hatten.
An dieser Fahrt haben
die Schüler und Lehrer von drei verschiedenen Schulen sowie Martin Guse und
Anton Bartels teilgenommen. Die Fahrt begann mit dem Treffen am Nienburger
Bahnhof und setzte sich mit der Fahrt nach Hannover fort. Am Hannoveraner
Bahnhof war Eile geboten, da unser Anschlusszug nach Berlin nur wenige
Minuten später abfuhr.
In Berlin kam unsere
Dolmetscherin Monika Buche zu uns und wir fuhren gemeinsam nach Kiew, wo wir
von einer weiteren Dolmetscherin Ljuba Sotschka erwartet wurden. Als wir an
diesem Tag nach 36 Stunden Zugreise um 23:30 Uhr ukrainischer Zeit im Hotel
in Kiew ankamen, wollten wir alle nur noch schlafen.
Am nächsten Tag fuhren
wir nach dem Frühstück um 9:15 Uhr in die Schule Nr. 214. Dort wurden wir
dann von Ludmyla Seraya (die Tochter des ehemaligen Zwangsarbeiters der
Pulverfabrik Liebenau, Iwan Dudar) empfangen und durch die Schule geführt.
Wir trafen auf die 7. Klasse. Nachdem wir uns vorgestellt hatten gab es
einige Vorträge und Referate. Wir stellten die Geschichte der Pulverfabrik
und unseren Bau eines „Friedensplatzes“ auf unserem Schulhof vor. Die
Schüler der Klasse 7 berichteten uns von den schlimmen Kriegserlebnissen
ihrer Großeltern und zeigten dabei auch alte Fotos. Martin Guse und die
Schuldirektorin unterzeichneten eine Partnerschaftsurkunde, denn die Schule
und die Dokumentationsstelle wollen auch weiter zusammenarbeiten. Danach gab
es eine Tanzvorführung und wir konnten eine Kleinigkeit essen. Kurze Zeit
darauf fuhren wir gemeinsam zu dem Mahnmal „Babij Jar“ wo wir Blumen zum
Gedenken an zehntausende von jüdischen Opfer der deutschen Besatzungstruppen
niederlegten. Bei dieser Gelegenheit machten wir auch ein Gruppenfoto.
Anschließend haben wir alle zusammen eine Stadtrundfahrt durch das
wunderschöne Kiew gemacht. Am Abend haben wir uns noch mit alten
ukrainischen Freunden der „Dokumentationsstelle Pulverfabrik“ getroffen. In
einem gemütlichen Raum haben wir etwas gegessen, getrunken, uns nett
unterhalten und zu fetziger Musik getanzt. Am nächsten Morgen sind wir mit
dem Schülern von der Schule 214 zum „Museum des Großen Vaterländischen
Krieges“ gefahren. Im Museum gab es für uns eine deutschsprachige Führung.
Das war ein sehr beeindruckendes Museum, das uns sehr gut gefallen hat.
Danach hat Martin Guse als Geschenk einen Fotofund von einem verstorbenen
Wehrmachtssoldaten an das Museum übergeben und es wurden Reden gehalten.
Nach dem Museumsbesuch mussten wir uns leider schon von den Schülern der
Klasse 7 verabschieden.
Nach dem Essen sind
wir mit der Bahn nach Krolewez gefahren. Das ist 250 Kilometer von Kiew
entfernt. Als wir dort ankamen, wurden wir vom Schulrektor M. Pogorelsky und
der kompletten Schülergruppe abgeholt und sehr freundlich begrüßt, mit
Luftballons, einem Gastbrot – das ist dort so üblich, wen man Gäste empfängt
– und großem Beifall. Danach sind wir zum Hotel gefahren und haben zu Abend
gegessen. In der Schule No. 1 wurden wir am nächsten Morgen wieder von dem
Schulleiter Mykola Pogorelsky empfangen. Wir sind gemeinsam mit der
Schülergruppe in die Stadt Putivl gefahren. Dann besuchten wir ein
interessantes volkskundliches Museum und ein Kloster. Zwischendurch gab es
einen kleinen Imbiss im Park beim Kolpak-Denkmal. Das war ein berühmter
Partisanenführer, der gegen die deutsche Wehrmacht gekämpft hat und in der
Ukraine ein Held ist. Wir haben dort viele schöne Gruppenfotos gemacht und
dann ein Partisanenmuseum besucht, mit einer Führung, bei der gedolmetscht
wurde. Danach haben wir dort ein sehr leckeres Partisanenmahl gegessen
(Grillspieße, Grützbrei, Obst und Gemüse). Das machten wir am offenen Feuer,
was sehr viel Spaß gemacht hat. Anschließend verabredeten wir ein
Fußballspiel: Die ukrainischen und deutschen Jungs gegen die ukrainischen
und deutschen Mädchen! Dann gab es noch Spiele und Gesang beim gemütlichen
Beisammensein. Lena aus Krolewez hat ganz toll ein Lied gesungen, das sie
selbst komponiert hat. Ein Lied über ihre Heimatstadt Krolewez. Das gab bei
uns allen ganz schön Gänsehaut. Am Abend sind wir leider wieder zum Hotel
gefahren. Doch war unsere neue Freundschaft schon da und ganz fest!
Einige von uns konnten
mit Martin Guse dann noch den sehr kranken Ivan Dudar zu Hause besuchen. Er
war damals als Zwangsarbeiter in der Pulverfabrik. Leider ist Herr Dudar ein
paar Wochen nach diesem Besuch verstorben, am 29.12.2007. Das tut uns sehr
leid, denn wir – Denis und Philipp (Tim leider nicht) – haben ihn 2006 ja in
Liebenau auch kennengelernt.
Am Freitag haben wir
im Hotel gefrühstückt und sind mit dem Bus nach Schostka gefahren. In einer
Schule dieser Stadt wurden wir von einem Spielmannszug und einem Filmteam
empfangen! Dort haben Schüler Vorträge gehalten und eine Zwangsarbeiterin
hat über die damalige Arbeit und das schlechte Leben in der Pulverfabrik
Liebenau berichtet. Sie heißt Maria Dozenko und wohnt in Schostka. Dann gab
es ein Kulturprogramm von Schülern und Lehrern mit Liedern und Gedichten.
Wir besuchten das Museum der Pulverfabrik in Schostka und haben da einen
interessanten Vortrag über die Pulverfabrik Schostka im 2. Weltkrieg gehört.
Dann sind wir wieder mit dem Bus nach Krolewez gefahren. Sehr viel Spaß
hatten wir bei den Abendessen bei unseren Gastfamilien. Das war sehr nett.
Wir - Denis und Philipp – waren zum Beispiel beim Sohn des ehemaligen
Bürgermeisters von Krolewez eingeladen. Den weiteren Abend haben wir mit
Vorführungen der Schülerinnen aus Krolewez und mit einer Disco beendet. Das
war Klasse. Wir haben uns super verstanden, viel getanzt und gelacht. Wir
haben unsere Adressen, unsere E-Mailadressen und Handynummern ausgetauscht.
Dann kam viel zu
schnell schon der letzte Tag. Nach dem Frühstück im Hotel haben wir
Informationen zum Schulsystem in der Ukraine erfahren. In der Schule hielten
wir Vorträge über die Pulverfabrik, die ukrainischen Schülerinnen und
Schüler sprachen über ihre Großeltern, die den Krieg miterlebt haben. Und
sie berichteten über die Vorkommnisse in der Stadt Krolewez im zweiten
Weltkrieg. Da haben die deutschen Soldaten viel Schlimmes getan, auch Juden
der Stadt wurden verfolgt. Es wurde aber auch von sanften und guten
deutschen Soldaten erzählt. Aljona Sira – die Enkeltochter von Ivan Dudar -
hat einen Vortrag über Natalja Juschtschenko, eine ehemalige
Zwangsarbeiterin der Pulverfabrik Liebenau gehalten. Sie wohnt in der Nähe
von Krolewez. Dann tauschten wir unsere Geschenke aus und Martin Guse
unterzeichnete mit Mykola Pogorelski die Partnerschaftsurkunde zwischen der
Schule und der Dokumentationsstelle. Unsere Schulen wollen ja später auch
eine richtige Partnerschaft eingehen. Nachmittags hatten wir die
Gelegenheit, uns vor unserer Abreise noch mal mit den Jugendlichen zu
unterhalten. Wir verabschiedeten uns sehr herzlich voneinander. Da sind
tolle Mädchen und Jungs. Als wir in den Zug gestiegen sind, sind dann bei
fast allen die Tränen gekommen. Es war ein sehr trauriger und gefühlvoller
Abschied von allen.
Dann ging es zurück
nach Kiew ins Hotel. Bevor wir schlafen gingen, haben wir einen Spätausflug
in die Stadt Kiew gemacht. Wir sind mit der Metro gefahren, das ist die
U-Bahn in Kiew. Die ist riesig mit sehr langen Rolltreppen in die
„Unterwelt“. Am Sonntagmorgen sind wir gegen 7 Uhr zum Bahnhof gegangen,
dann stiegen wir in den Zug und fuhren 24 Stunden zurück nach Berlin. Wir
kamen dort am nächsten Morgen um ca. 8 Uhr an. Dort haben wir gefrühstückt.
Dann ging es weiter nach Nienburg und ab nach Hause. Wir haben im Zug und
später viel und sehr lange über die Reise gesprochen. Wir haben unseren
Eltern und Freunden ganz viel erzählt. Wir sind total begeistert von der
Ukraine und den neuen Freunden. Wir sind der Meinung, dass man so etwas
unbedingt wiederholen muss.
Warum?
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Weil wir mehr über das Land Ukraine
und die Kultur erfahren wollen.
-
Weil es wichtig ist, das auch andere
etwas über diese grausame Nazi-Geschichte von Deutschland und das Geschehen
zwischen Deutschland und den anderen Ländern erfahren.
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Uns interessiert was damals in der
Pulverfabrik und in der besetzten Ukraine geschehen ist und wie die
Jugendlichen dieser Länder damit umgehen.
-
Wir wollen zeigen, dass wir versuchen
dies aufzuarbeiten und wir wollen die Menschen in diesen Ländern davon
überzeugen, dass wir in Frieden und Freundschaft mit ihnen leben wollen.
-
Weil die ukrainischen Schüler durch
einen Gegenbesuch etwas von uns erfahren und uns besser kennen lernen
sollen.
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Weil wir bemerkt haben, dass die
Ukrainer sehr gastfreundlich und sehr nett sind. Die Menschen dort sind
freundlich und sehr hilfsbereit und als Gast wird man reichlich bewirtet und
man bekommt viele Geschenke.
-
Weil wir nun wissen, dass in der
Ukraine viele brache Landschaften sind und sie alle nicht unbedingt so viel
Geld haben wie wir, um ihr Leben zu verbessern und um ihre Häuser instand
halten zu können.
-
Weil uns Jüngeren vor allem die
Jugendlichen dort sehr gefallen haben: Sie sind offen, sie sprechen sehr
gerne mit den deutschen Schülern und wollten unbedingt Briefkontakte mit uns
deutschen Schülern behalten.
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Weil wir auf eine lange und gute
Freundschaft hoffen!
(geschrieben von den
Schülern
Philipp Tietz, Denis Engelhardt und Tim Dubbert-Burdorf)
www.japl.de
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„Märchen aus aller Welt“
An
die Grundschule am Bach gehen 350 Kinder in den Klassenstufen 1 bis 4. Es
gibt jeweils 3 erste und zweite Klassen und jeweils 4 dritte und vierte
Klassen.
Seit 2001 nimmt die Schule am
Projekt „Schule Ohne Rassismus/Schule Mit Courage“ teil. Das Kleinprojekt
„Märchen aus aller Welt“ ist ein Baustein in diesem Großprojekt.
Interkulturelle Bildung beugt Fremdenfeindlichkeit vor. Durch das Kennen
lernen anderer Kulturen werden Vorurteile abgebaut und Grundlagen für ein
friedliches und tolerantes Miteinander gelegt. Kinder sind diesen Themen
gegenüber sehr aufgeschlossen.
Der Märchenerzähler Eberhard
Vogelwaid kam am 7.12.07 und am 14.12.07 für jeweils drei Stunden an die
Schule. Er erzählte zwei bis drei Klassen verschiedene Märchen aus
verschiedenen Ländern. Dabei gelang es ihm, alle zu fesseln und die Kinder
in die Erzählungen einzubeziehen. Scheinbar mühelos wurde so der Horizont
der Kinder erweitert und sie erkannten, dass Märchen etwas Verbindendes
zwischen den verschiedenen Kulturen darstellen.
Im folgenden Unterricht konnten sich
die Kinder an die Märchen erinnern und sie nacherzählen. Einige Kinder
malten Bilder dazu oder verglichen die Märchen mit anderen, ihnen bekannten.
Im Unterricht wurden auf Bitten der Kinder weitere Märchen aus aller Welt
vorgelesen und erzählt.
Im
Rahmen von „Schule Ohne Rassismus/Schule Mit Courage“ werden weitere
Kleinprojekte zur interkulturellen Bildung folgen.

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Grafitti -
Wir gestalten unsere Zukunft – Uchte ist bunt
Das war der Titel
eines WABE-Projektes, das jetzt im Uchter Jugendzentrum lief. Dazu war ein
ausgebildeter Erzieher gewonnen worden, der selber in der Grafitti Szene
legal unterwegs ist. Ziel des Projektes war es mit Jugendlichen ein
Kunstprojekt zu gestalten, das in die Lebenswelt der Jugendlichen
hineinpasst. Über ca. 12 Wochen trafen sich jeden Dienstag Nachmittag im
Uchter Jugendzentrum eine Gruppe von Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis
17 Jahren um die Kunst des Grafittis zu erlernen. Sie lernten dabei über
Bleistift- und Kohlezeichnungen, über Tusche und Ölfarbe erst auf Papier,
dann auf Leinwand zu malen. Die ersten Sprühversuche gab es auf großen
Holzplatten. Der Abschluss des Projektes lag in der Gestaltung einer großen
Wandfläche. Hierzu musste die Gruppe selber aktiv werden und sich
informieren welche Flächen zur Verfügung standen. Dabei wurde großen Wert
darauf gelegt, den Jugendlichen zu vermitteln, was legal ist. An einem
Nachmittag kam die Polizei ins Jugendzentrum um Kontakt zur Gruppe
aufzunehmen und Rechtsfragen zu erläutern. Die Jugendlichen hatten riesigen
Spaß an dem Projekt. Es bildeten sich kleine Künstler heraus.
Es gelang
sogar Jugendliche für das Projekt zu interessieren, die vorher schon in der
illegalen Spayerszene aktiv waren. Sie wurden als neue Multiplikatoren
gewonnen. Die Werke der Jugendlichen waren im Anschluss in der Realschule
und der Hauptschule in Uchte zu bestaunen.
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Projektbericht zur Schulversion der Ausstellung „Die Weiße Rose- Gesichter
einer Freundschaft“
Diese Ausstellung war ein Teilstück eines gesamten
Themenkomplexes. Das Gymnasium am Wall wurde als eine der ersten Schulen in
unserem Landkreis als „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“
ausgezeichnet. Seitdem finden immer wieder Projekte und Veranstaltungen an
der Schule statt, die sich mit dem Nationalsozialismus damals und dem
Rechtsextremismus heute befassen.
Über drei Wochen wurde im Juni 2007 am Gymnasium am Wall
das Thema Nationalsozialismus und Courage aufgegriffen. Am 04.Juni 2007 fand
als „Starter“ um 9.30 Uhr eine besondere Lesung (Matthias Horndach: „Konzert
… mit Worten über Unaussprechliches“) statt. Vom 05.06.-
15.06.2007 fand in der Schulbibliothek die Ausstellung „Die Weiße Rose-
Gesichter einer Freundschaft“ statt. Die Ausstellung zeigte
Personentafeln der persönlichen und geistigen Lebenswege der Protagonisten
der „Weißen Rose“, u.a. von Hans und Sophie Scholl, Christian Probst, Prof.
Kurt Huber, Christoph Schmorell und Willi Graf. Weiterhin wurden auf
Thementafeln die Fragen nach dem „Warum“ und Themen wie „Freiheit“ und
„Entscheidung“ behandelt.
Historische Tafeln zeigten die politische und
gesellschaftliche Wirklichkeit im nationalsozialistischen Deutschland. Die
Ausstellung wurde schon an vielen Orten in Deutschland und Italien gezeigt
und wurde jetzt durch Initiative von Herrn Schröter, Fachkonferenzleiter
Geschichte, und durch die finanzielle Unterstützung des Schulvereins und
WABE an das Gymnasium am Wall geholt. Über 700 Schülerinnen und Schüler,
Lehrkräfte und Eltern besuchten die Ausstellung. Über eine Pressemitteilung
in den Verdener Tageszeitungen wurde auch die Öffentlichkeit von der
Ausstellung informiert und auch andere Schulen erhielten die Möglichkeit,
die Ausstellung zu besuchen. Neben der Information durch die
Ausstellungstafeln gab es auch die Möglichkeit, eine DVD anzusehen, einen
detaillierten Fragebogen zu bearbeiten und den Ausstellungskatalog zu
betrachten. Die Fragebögen waren sehr detailliert, so dass sie nur ab Klase
10 genutzt wurden. Parallel zur Ausstellung präsentierte Frau Graue,
Leiterin der Schulbibliothek, aktuelle und interessante Literatur zum Thema
Nationalsozialismus in der Schulbibliothek. So bekamen die Schülerinnen und
Schüler Gelegenheit, sich noch intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.Am
13. Juni berichtete Frau Ulla Greuner als Zeitzeugin vor Schülern des 12.
Jahrgangs über die Hamburger Weiße Rose.
Als Abschluss des Themenkomplexes fand für die 9. und 10.
Klassen eine Aufführung des Schnürschuh Theaters aus Bremen statt. Thema:
„Die Weiße Rose“. Es handelt sich um ein Schauspiel von Lillian Garret-Groag.
Das Stück befasst sich mit den Umständen der Verhaftung der Geschwister
Scholl und zeigt in Rückblenden, wie die jungen Leute ihren Widerstand
organisiert haben. Für diese Theatervorstellung gab der Schulverein einen
Zuschuss, damit die Schülerinnen und Schüler keinen zu hohen Eigenanteil
zahlen mussten. Das Theaterstück war sehr ausdrucksstark und die
Schülerinnen und Schüler waren gedanklich schnell im Bann der damaligen
Zeit.
Gerade die Kombination der Ausstellung mit dem
eindrucksvollen Theaterstück wirkte sehr nachhaltig auf die Schülerinnen und
Schüler. Eine Auseinandersetzung mit den Problemen der damaligen Zeit und
sicherlich auch eine Übertragung in die heutige Zeit wurden durch diese
Kombination bei vielen Schülerinnen und Schülern erreicht. Im Nachhinein
wäre eine umgekehrte Reihenfolge, erst Theaterstück und dann Ausstellung,
wahrscheinlich noch effektiver gewesen.
Die auch so schon erreichte Nachhaltigkeit
hat den Schulverein beeindruckt. Schulverein wird weiter Projekte dieser Art
fördern oder initiieren.
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„Lesung mit Ivar Buterfas“ am 7.
November 2007
Als bekannt wurde, dass der
Weltfriedenspreisträger Ivar Buterfas bereit war, nach Verden zu kommen,
liefen die Planungen an. In Kooperation mit dem Kirchenkreisamt und in
Zusammenarbeit mit den Sponsoren Mc Donalds und Kreissparkasse Verden wurden
die Schulen (9. und 10. Klassen) in Verden, Dörverden, Kirchlinteln und
Langwedel eingeladen.
Es kamen mehr als 500 Schülerinnen
und Schüler in die Stadthalle. Ivar Buterfas erzählte zunächst seine
Lebensgeschichte und las dann aus seinem Buch „Mut ist nicht Leichtsinn“.
Anschließend beantwortete Buterfas Fragen der Schülerinnen und Schüler. Zum
Abschluss bekamen die Schulen je einen Klassensatz des Buches überreicht.
Anlässlich der Reichspogromnacht am
9. November 1938 wird alljährlich in den Schulen dieses Thema im Unterricht
behandelt. Anlässlich der aktuellen Umtriebe von Rechtsextremisten in der
Region, die u.a. auch fremdenfeindliches und antisemitisches Gedankengut
verbreiten, ist eine Aufarbeitung mit Jugendlichen besonders wichtig. Hier
bot sich nun die seltene Gelegenheit, einen Zeitzeugen, dessen Vater Jude
war, zu hören.
Herr Buterfas hat es verstanden, die
Schülerinnen und Schüler betroffen zu machen. Jedem Zuhörer wurde deutlich,
was ihm, seiner Familie und den Juden allgemein an Unrecht angetan wurde.
Herr Buterfas ließ es sich auch nicht nehmen, den Jugendlichen Hilfen für
den Umgang mit Rechtsextremisten zu geben. Auch hier gilt sein Buchtitel
„Mut ist nicht Leichtsinn“.
Die Veranstaltung hat bei den
Jugendlichen mit Sicherheit einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Sie
darf daher als sehr gelungen bezeichnet werden.
Verantwortlich: Ev. Kirchenkreis
Verden / Verdener Bündnis gegen Rechtsextremismus - für Demokratie und
Toleranz
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Nie wieder mit der Blindheit der
Vergangenheit
In
diesem Projekt ging es darum Musik als Medium zu nutzen um Toleranz zu
vermitteln, indem Akzente gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt
werden. Um lokal zu agieren und viele Menschen zu erreichen wurden mehrere
Bands aus Diepholz, Verden und Nienburg gefragt, ob sie ein eigenes Lied dem
Sampler gegen Rechtsextremismus widmen um damit Flagge zeigen.
In einem Workshop des
Jugendhauses Liebenau wurde extra noch ein Lied als Highlight für den
Sampler mit den BesucherInnen komponiert und aufgenommen. In dem Workshop
wurde viel über die Themen wie Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt diskutiert
und als Ergebnis dann der Song kreiert. Dies war ein gutes Beispiel für
gelungene praktische antirassistische Bildung.
In Kooperation zwischen
dem Präventionsrat Liebenau, der Jugendpflege der Samtgemeinde Liebenau und
dem Weser Aller Bündnis ist es jetzt gelungen diesen Sampler zu
veröffentlichen. Die Release-Party soll im Mai 2008 in der Hauptschule
Liebenau mit ein paar Bands gefeiert werden. Alle sind hierzu herzlich
eingeladen.
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Workshop mit
Jugendlichen gegen Rechts, gegen Rassismus und Diskriminierung
Der
Einstieg in das Projekt begann mit einer Veranstaltung am 20.11.07 für
Achimer Eltern und Jugendliche. Wir hatten das Ziel einen breiten
Teilnehmerkreis einzubeziehen. Die Einladung wurde an die Realschüler/innen,
die Hauptschüler/innen und die Eltern- und Schülervertretung der Achimer
Gymnasien und der Erich-Kästner-Schule erteilt. Weiterhin wurden
Vertreterinnen der Kirchen, der Polizei und interessierte Bürgerinnen und
Bürger eingeladen. (Wirkung in den Sozialraum)
Referent war Andrea Müller vom Lidice-Haus. Herr Müller informierte über das
Handeln, das Vorgehen, die Organisationsformen und die Dresscodes der
Rechten.
Vorbereitend zum Workshop im Lidicehaus hat es drei Treffen mit der
Arbeitsgruppe gegeben, in denen die in der Informationsveranstaltung am
20.11.07 erhaltenen Fakten nachbereitet und vertiefend behandelt wurden.
Gleichzeitig wurden Strategien ins Auge gefasst, wie eine längerfristige
Auseinandersetzung mit dem Thema in der Schule aussehen könnte.
Im
Dezember 2007 nahmen 20 Jugendliche aus den Jahrgängen 8-10 an einem
dreitägigen Workshop im Lidice-Haus teil. Sie befassten sich mit den Themen
Rassismus, Mobbing, Diskriminierung, und die Neonazis. Die Jugendlichen
haben zu den Themen in Teams gearbeitet. Ergebnis der Arbeit im Workshop
war, dass die Jugendlichen sich aktiv und offensiv für Toleranz und
Demokratie in ihrem direkten Umfeld einsetzen wollen. Sie erstellten Flyer,
die an andere Jugendliche und Schüler/innen von ihnen verteilt wurden. Sie
erstellten Plakate, die sie in der Realschule aushängten. Sie wollen
Vorbilder für jüngere Schüler/innen sein und diese motivieren, sich aktiv
für Demokratie und Toleranz und gegen Rassismus und Diskriminierung
einzusetzen.
Am
29.01.08 erhielt die Achimer Realschule die Anerkennung als „Schule ohne
Rassismus-Schule mit Courage“. Die Schüler/innen, die am Workshop
teilnahmen, bereiteten die Schulveranstaltung mit vor.
Sie
schlugen Projekte vor, die im Schulprojektunterricht zum Thema durchgeführt
werden könnten. Sie bereiteten eine Schülermoderation für die
Festveranstaltung vor. Sie übernahmen diese Schülermoderation und stellten
sich bewusst als Vorbilder für ihre Mitschüler/innen auf die Bühne.
Weiterhin übernahmen sie Verteilung von informierenden Schriften gegen
Rechts und Rassismus. Die Jugendlichen, die am Projekt teilnahmen, haben
sich politisch gebildet. Sie haben erste Schritte gemacht sich aktiv für
demokratische Grundwerte einzusetzen. Die Jugendlichen sind gestärkt und gut
informiert, um sich selbstbewusster gegen Rechts, gegen Rassismus und
Diskriminierungen zu stellen. Sie haben eine Projektgruppe gebildet, in der
sie weiter arbeiten möchten. Sie sind ernsthaft interessiert ihre Arbeit
fortzusetzen und Jüngere einzubeziehen. Sie möchten andere Jugendliche
gewinnen, die sich an der Arbeit für mehr Zivilcourage aktiv beteiligen.
Jüngere Schüler/innen haben sich gemeldet, die lernen wollen und sich an den
Aktivitäten der Projektgruppe beteiligen wollen. |
Resümee
zur Ausstellung „Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben"
Geschichte der Jugend- KZs Moringen und Uckermark 1940
bis 1945
Die Ausstellung
Die
Ausstellung wurde entwickelt von Martin Guse (www.martinguse.de) und wurde
von der Abteilung Museumspädagogik des Domherrenhauses, Historischen Museum
erstmalig nach Verden geholt. Zur Präsentation wurden externe Räume der
Stadt Verden angemietet. In dieser Wanderausstellung sollten vor allem
Jugendliche angesprochen und "erreicht" werden. Eingebettet in die "große
Geschichte" wurde auf 32 Tafeln das Erleben und Leiden der Mädchen und
Jungen in den Jugend- KZ durch Fotos, Dokumente und Texte nachgezeichnet.
Die Ausstellung zeichnet das Verdrängen und Vergessen nach. Sie zeigt auch,
was nach 1945 mit Opfern und Tätern geschah.
Die
Darstellung der Verfolgung und Inhaftierung der Mädchen und Jungen
verdeutlichte die Mechanismen von Diskriminierung und Ausgrenzung, die auch
bei der heutigen Einschätzung von Außenseitern und Minderheiten zu entdecken
sind. Der biographische Ansatz erleichterte den Zugang zur Dimension der
Verbrechen im nationalsozialistischen Deutschland. Aber auch der Bezug zu
"aktuellen" Fragestellungen wurde dadurch vereinfacht.Begleitet wurden die
jugendlichen SchülerInnen durch museumspädagogisches Fachpersonal. Mithilfe
eines gestuften Rahmenprogramms wurde die Thematik vertieft.
Die Eckdaten
Die Ausstellungsdauer
betrug gut einen Monat bis zum 16. Oktober und hatte als hauptsächliche
Zielgruppe Schulklassen vorgesehen. Alle Schultypen von Förderschule bis
Gymnasium waren bei den Besuchen vertreten. Diese jedoch in der Minderzahl.
Überwiegend besuchten Haupt- und Realschule die Jugend- KZ - Ausstellung.
Leider kam bis auf drei Ausnahmen 2x 10. Klasse Gymnasium, 1x BBS) nur die
9. Klassestufe. In dem Jahrgang ist das Thema Nationalsozialismus im
Lehrplan verankert.
Die Auslastung nach etwas
schleppender Anlaufphase mit 228 Schülern und 51 Erwachsenen bei einem
Sondertag, d.h. 279 Besucher insgesamt ist sehr zufrieden stellend.
Begleitet und gut dokumentiert wurde die Schau von den Medien Rundfunk und
Presse.
Das Schulprojekt
Museumspädagogischer
Ablauf:
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Überblickführung |
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Kleingruppenarbeit mit Fragebogen zum
Ausfüllen |
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Feedbackrunde |
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Austeilen von Lehrermaterial |
Bei
den museumspädagogischen Führungen war bei allen Schülern eine Betroffenheit
spürbar. Beim selbstständigen Arbeiten in Kleingruppen zeigten sich etwa
zwei Drittel der 18 Klassen engagiert. Das restliche Drittel erfüllte die
gestellten Fragen nur äußerst unzureichend. Eine gewisse „Coolness" als
gezeigtes Verhalten ist m. E. als gruppendynamisches „Erfordernis" zu
werten. Diese Grundstimmung konnte nur bei der Ansprache einiger besonderer
Auffälligkeiten aufgebrochen werden, z.B. als mögliche Begründungen für die
KZ-Haft genannt wurden. Die Ausstellung ist für die nicht Lese- gewöhnten
und leistungsschwächere Schüler zu Text lastig.
Bei der Feedbackrunde (war nicht mit allen
Klassen aus Zeitgründen möglich) äußerten sich die meisten Schüler sehr
ernsthaft ihre Fassungslosigkeit über die Einlieferungsgründe in die Jugend-
KZs. Die vorbereiteten Materialien für die Nachbereitung wurde von den
Lehrkräften gerne in Anspruch genommen mit der Zusage das Thema im
Unterricht weiter zu vertiefen.
Der Sondertag
„Spezielle
KZs nur für Jugendliche? Das habe ich noch nie gehört!" Das war am Sondertag
die häufigste Aussage auch bei den Erwachsenen. Zu diesem Tag für
Einzelbesucher und Gruppen kamen ca. dreißig Besucherinnen ins
Ackerbürgerhaus. Unter diesen waren auch vier Zeitzeuginnen, die
aufschlussreiche Berichte aus eigenem Erleben gaben, sodass interessante
Gespräche weit über die vorgesehene Öffnungszeit hinaus möglich waren. Diese
von den Zeitzeuginnen berichteten Erlebnisse habe ich in der Abschlussrunde
bei den Schulklassen mit einfließen lassen.
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Juleica Ausbildung intergenerativ im Uchter
Jugendzentrum
Jugendarbeit
ist ein wichtiges Aufgabenfeld, jeder Verein ist darauf angewiesen um
Nachwuchs zu bekommen und zu fördern. Die Ehrenamtlichen, die in der
Jugendarbeit tätig sind, werden mit vielfältigen Anforderungen konfrontiert:
Organisation von Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, pädagogische
Fähigkeiten entwickeln um Kinder zu motivieren, Zusammenhalt in der Gruppe
zu fördern oder Außenseiter einzubinden, Konflikte schlichten, aber auch das
Wissen um die rechtliche Situation auf Freizeiten usw. Deshalb organisierten
der Verein für Jugendarbeit, der Präventionsrat in der Samtgemeinde Uchte
und die Raddestorfer Ferienspiele gemeinsam mit der Kreisjugendpflege
erstmalig im Uchter Jugendzentrum eine Juleica Ausbildung.
Die Resonanz war erfreulich, 12
Jugendliche und eine Erwachsene opferten drei volle Wochenenden um diese
Ausbildung zu durchlaufen. Viele wurden nur durch persönliche Ansprache
erreicht. Ein Anschreiben an die Vereine in der Samtgemeinde war auf keine
Resonanz gestoßen. Eine typische Aussage einer Jugendlichen: „Ich wurde
überredet, aber es hat mir riesigen Spass gemacht und es hat mir viel
gebracht.“ Durch das Angebot vor Ort konnten viel mehr Jugendliche erreicht
werden, sogar zwei Migranten waren dabei. Der Inhalt bestand aus Theorie,
Rollenspielen und viel praktischer Arbeit. Der Höhepunkt der Ausbildung war
ein Niedrigseilgarten, der extra für die Gruppe am Jugendzentrum aufgebaut
wurde und der Besuch eines Hochseilgartens. Beides sollte der Gruppe zeigen
wie wichtig es in der Kinder- und Jugendarbeit ist, dass eine Gruppe
zusammenwächst und ein „Wir-Gefühl“ entsteht. Die Jugendlichen nahmen viele
praktische Anregungen mit. Der Abschluss der Ausbildung bestand in der
eigenständigen Planung und Durchführung eines Projektes. Dazu ging eine
Gruppe ins örtliche Seniorenheim um gemeinsam mit Alt und Jung einen
Nachmittag zu gestalten. Eine andere Gruppe beteiligte sich an dem Programm
des Runden Tisches in Nienburg, sie verteilten an einem Samstag vor der
Landtagswahl Schlüsselanhänger und Buttons an jugendliche Wähler um gegen
Antirassismus und gegen Rechts zu sensibilisieren.
Das Ganze konnte nur durchgeführt
werden, da vorher ein Antrag auf finanzielle Unterstützung an das
Weser-Aller-Bündnis WABE gestellt worden war. Die Jugendlichen können sich
nun vor Ort engagieren in der Darlatener Feuerwehr, im Uchter Jugendzentrum,
beim Fußballtraining im SC Uchte oder bei den Raddestorfer Ferienspielen.
Die Initiatoren Bärbel Kahlert und Uta Sievers sind motiviert so eine
Ausbildung zu wiederholen.
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Herbstprojekt des Runder Tisch gegen Rassismus und
rechte Gewalt in Stadt und Landkreis Nienburg -
„Gesicht zeigen – für
Demokratie – mit Courage“
Der
"Runde Tisch" ist ein Aktionsbündnis, das gegen Rassismus und rechte Gewalt
in Stadt und Landkreis Nienburg aufruft und sich für Toleranz und Demokratie
einsetzt. Das Bündnis tagt offen und verlangt keine feste Mitgliedschaft.
Bei aktuellen Anlässen ruft der Runde Tisch gegen Rassismus und rechte
Gewalt alle gesellschaftlichen Gruppen zu Aktivitäten im Sinne seiner
Zielsetzung auf. Für dieses Projekt wurden aufgerufen: Verbände, Vereine,
zivilgesellschaftliche Organisationen, Jugendeinrichtungen und Schulen.
Das Projekt
verfolgte das Ziel, während der Wochenenden in verschiedenen Orten des
Landkreises mithilfe verschiedenster Verbände, Vereine,
zivilgesellschaftlicher Organisationen, Jugendhäuser und Schulen in der Zeit
des Landtagswahlkampfes die Bevölkerung im Landkreis Nienburg - insbesondere
junge Menschen - im Sinne der bisherigen Aktionen dieses Jahres (Aktionstag
am 17.03.07 und Kundgebung mit Demonstration am 9.06.07) zu ermuntern, sich
für Demokratie mit Courage einzusetzen und gegen Nazi-Propaganda und gegen
Nazi-Auftritte aller Art Aktivitäten zu zeigen. Das Projekt sollte anknüpfen
an die Fotoaktion (Gesicht zeigen) der Verdi-Jugend, sollte eine
Postkartenaktion beinhalten (Kein Raum für Nazi-Propaganda in diesem
Briefkasten) und ab Oktober jede Woche in unterschiedlichen Aktionsformen
präsent sein in Nienburgs Innenstadt und an weiteren Orten im Landkreis. Mit
einer Auftaktveranstaltung und einer Werbekampagne wurde das Projekt
eingeleitet. In die Aktionen sollten grundsätzlich junge Menschen über ihre
Verbände und Vereine einbezogen sein
Zur
Teilnahme am Projekt riefen auf: Kreisjugendring Nienburg, Kirchenkreis
Nienburg, DGB Nienburg sowie der Arbeitskreis Gedenken der Stadt Nienburg.
Unterstützung fand das Projekt bei Landrat Heinrich Eggers und Bürgermeister
Henning Onkes anlässlich der Auftaktveranstaltung am 5. Oktober. Die Stadt
Nienburg stellte für den Zeitraum von Oktober 07 bis zur Landtagswahl am
27.01.08 eine Holzhütte zur Verfügung, kenntlich durch das Banner „Vielfalt
tut gut“, die den unterschiedlichen Organisationen zur Verfügung stand,
ausgestattet mit
Material, das jede Organisation nutzen konnte, um die Präsentation der
jeweiligen Gruppen zu erleichtern und um eine einheitliche Außenwirkung zu
erzielen.
Dazu
gehörten die Fotos aus der Aktion „Gesicht zeigen…“, das Banner des
Kreisjugendringes „Für Demokratie – mit Courage“, Straßenzeitungen zum Thema
„Rechtsextremismus“ sowie so genannte Themenrollen,
auf denen Bürgerinnen und Bürger vermerken konnten, welche Bedeutung für sie
die Begriffe Demokratie, Vielfalt, Toleranz und Miteinander-Füreinander
haben (Ergebnisse weiter unten).
In der Zeit vom 13. Oktober
bis zum 26. Januar 2008 waren mehr als 25 Organisationen zwischen 9.30 und
13.00 Uhr in der Nienburger Innenstadt aktiv:
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Die
Arbeitsgruppe „Elisabeth-Weinberg-Preis“ des Runden Tisches |
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Kreisjugendring |
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Schule ohne Rassismus –
GS Am Bach, Nienburg |
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Marion-Dönhoff-Gymnasium, Nienburg |
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Kirchengemeinde St.
Martin, Nienburg |
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Kirchenkreisjugend |
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Jugendarbeit Marklohe (JAM) |
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Jugendgruppe
Miteinander-Füreinander, Nienburg |
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Dokumentationsstelle
Pulverfabrik mit Jugendgruppe Liebenau-Steyerberg |
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Frauen-Stadthaus mit
Frauennotruf, Frauenhaus und Arbeitsgemeinschaft der
Gleichstellungsbeauftragten, |
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Naturschutzbund (NABU)
Nienburg |
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Bund für Umwelt- und
Naturschutz (BUND) Nienburg |
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Ver.di Nienburg |
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Naturfreunde e.V.
Nienburg |
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Gewerkschaft Erziehung
und Wissenschaft (GEW) Nienburg |
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Deutscher
Gewerkschaftsbund (DGB) Nienburg |
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Nienburger Kulturwerk |
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Chor Liedschlag.
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Mit im Bündnis waren
die Parteien der CDU, der SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP und Die LINKE mit
Ihren Jugendorganisationen Junge Union, Jusos und Grüne Jugend Nienburg.

Die Jugendlichen haben sich beim Verteilen
der Aufkleberkarten für Briefkästen, von Informationsmaterial engagiert,
sie haben diskutiert und Menschen zum Ausfüllen der Themenrollen gewonnen
(Ergebnisse siehe unten). Sie haben das Thema in die Schulen getragen. Über
das Verteilen der Briefkasten-Aufkleber sind viele Jugendliche aus
verschiedenen Jugendzentren in mehreren Samtgemeinden des Landkreises aktiv
geworden. Sie haben an Haustüren geklingelt und ihre Botschaft mitgeteilt.
Hier sind neben Nienburg hauptsächlich Hoya, Landesbergen, Heemsen und
Liebenau zu nennen.
Durch
ihre Identifikation mit den Zielen der Aktion und mit ihrer aktiven
Teilnahme haben die Jugendlichen bewiesen, dass sie sich mit dem Thema
auseinandersetzen und Nazi-Parolen auf jeden Fall kritisch hinterfragen.
Sie sind zu Multiplikator/inn/en zum Thema Nazi-Propaganda und
Rechtsextremismus innerhalb ihres sozialen Umfeldes geworden.
Das Projekt
wurde von der Nienburger Öffentlichkeit überwiegend positiv begleitet. Es
hat das breite Bündnis im Landkreis Nienburg für Demokratie und gegen
Rechtsextremismus klar gestärkt.
|
Antifaschistisches Jugendcamp 2007
Einleitend lässt sich sagen dass
das antifaschistische Jugendcamp, welches im Juli 2007 stattfand, als Erfolg
gewertet werden kann.
Durch die Förderung der WABE
wurde es möglich interessierten Jugendlichen einen niedrigschwelligen
Einstieg in Thematik zu ermöglichen und ihnen Handlungsmöglichkeiten
aufzuzeigen, sowie mit ihnen zu erörtern, wie sie sich engagieren können.
Dadurch dass Jugendliche aktiv an der Planung und Durchführung des Projektes
beteiligt waren, sowie durch ein vielfältiges Workshop- und Vortragsangebot,
erhielt das Jugendcamp eine noch passendere Vermittlungsebene, fernab vom
üblichen „Frontalunterricht“.
Es war der Wunsch aller im Organisationsteam, dass es dieses Camp geben
sollte. Dieser Satz für sich mag komisch klingen, aber ist er das wirklich?
Wir finden nicht, denn in einer Zeit in der sich Menschen oft aus Gründen
wie Arbeitszwang oder anderen Zwängen aber wenig aus einem gemeinsamen
zukunftsorientiertem Streben heraus zusammenfinden, um unendgeldlich eine
Idee voranzutreiben, scheint es uns doch ein erwähnenswertes Detail.
Das Flugblatt des Camps spricht davon so: "..Wir möchten allen
Interessierten, die gerne etwas gegen Rassismus auf die Beine stellen
wollen, Informationen, Anregungen und Ideen bieten, dies zu tun...“. Das ein
einzelnes Camp nicht alles lösen kann, ist uns dabei selbstverständlich
klar, es kann auch nicht alleine jugendlichem Enthusiasmus überlassen werden
rassistische Umtriebe zu stoppen, das ist allen klar. Dennoch ist und bleibt
es immer wichtig positive Zukunftsperspektiven zu erarbeiten die soziale
Probleme und Perspektiven einbeziehen.
So machten wir uns an die Arbeit:
· beflügelt vom Rückenwind der Bündnispartner/innen
· begleitet und mitorganisiert von engagierten Jugendlichen
· beraten von den etablierten antifaschistischen Verbänden
· unterstützt von der WABE
· inspiriert von zahlreichen Fachleuten, die uns in der Vorbereitung und
dem Camp selbst wichtige Impulse gaben,
· beeindruckt von der großen Zahl der Interessierten und Engagierten aus
der Region selbst.
Von Juni 2006 bis Juli
2007 haben die sieben Arbeitsgruppen an Konzepten für das Camp und dessen
Umsetzung gearbeitet:
AG 1 Organisation Gesamtkonzept
· Eine Organisationsgruppe, zusammengesetzt aus Delegierten aus allen
sieben Arbeitsgruppen organisierte die gesamte Infrastruktur, die
Finanzierung und die Koordination aller Veranstaltungen.
AG 2 „Vorträge namhafter Referenten und Referentinnen“
· Die
Organisation und gesamte Planung für die Vorträge und Workshops der
namhaften Referentinnen und Referenten, wie den Filmvortrag der Journalistin
Andrea Röpke zum brandaktuellen Thema „Neonazistinnen“, den Vortrag eines
Zeitzeugen des Naziregimes, den Vortrag zur „Schulantifa Weyhe/Leeste“ von
Ralf Beduin und SchülerInnen sowie den des Journalisten Andre Aden der über
„Die regionalen Strukturen und Aktivitäten der Neonazis“ referierte. Auch
gab es in dieser Rubrik einen Workshop zum Thema „Rechte Dresscodes, Zeichen
und Symbole“.
AG 3 Party und Partizipation
· Ein weiterer wichtiger
Schwerpunkt unseres Gesamtkonzeptes ist es, dass auch jugendliche
Referenten/innen das Wort ergreifen und sich selbst organisieren. In dieser
Rubrik, welche von AG 3 organisiert und unterstützt wurde, fanden Vorträge
und Workshops zu Themen wie: „Ursachen von Faschismus“ und „Was ist
Rechtsextremismus und was sind deren Propagandastrategien?“ ,
„Öffentlichkeitsarbeit“ sowie der Workshop „Bündnisarbeit- Chancen und
Möglichkeiten“ statt. Darüber hinaus wurde in diesem Rahmen auch der
Kreativworkshop „Flugblätter etc. layouten“ organisiert.
· Eine Brücke zum angenehmen
Abendprogramm schlug die Konzertgruppe „Los jetzt!“. Sie organisierte sowohl
die Bands, als auch die dafür notwendige technische Ausstattung und brachte
ihr Know-how ein. So spielten am Abend bei uns zwei bekannte Bands auf.
AG 4 „Füreinander-Miteinander,aber wie?“
· Beschäftigte sich mit den „Campregeln“, wobei sich die AG 4 nicht damit
beschäftigte selbst Regeln aufzustellen, sondern damit, wie sie im Camp
selbst mit den Jugendlichen gemeinsam „Campregeln“ erarbeiten kann, welche
ein gemeinsames Miteinander umgehen und eine Konfliktlösungsstrategie
einbezieht.
Die AG sensibilisierte darüber
hinaus die Vortragenden was das Redeverhalten in den Workshops und Vorträgen
angeht.
AG 5 Werbung
· Die AG Werbung übernahm von der Idee bis zum Druck und der Verteilung
alles was nötig ist um ein gutes Camp zu bewerben.
AG 6 Organisation vor Ort
· In dieser AG organisierte sich das gemischtgeschlechtliche
Moderationsteam. Die AG 6 leistete aber auch noch anpackende Arbeit vor Ort.
Sie schleppten Stühle, reparierten und halfen an allen Ecken und Kanten.
AG 7 Freizeit und Kultur
Beschäftigte sich mit auflockernden Freizeitbeschäftigungen, Spiel und Spaß
und gab immer wieder erfrischende Impulse.
Die Sprecherinnen und Sprecher der Arbeitsgruppen trafen sich zusätzlich zu
"Koordinierungsrunden",
um ihre Arbeit zu vernetzen und zusammenzufassen. Das Projekt bewirkte bei
den beteiligten Jugendlichen einen Motivationsschub und förderte deren
Engagement. In der abschließenden Befragung gaben mehr als 80% der
TeilnehmerInnen an sich in Zukunft verstärkt gegen Rassismus und
Neofaschismus engagieren zu wollen.
|
Miteinander füreinander: Nacht der Religionen
Ziel war es, in dem
Landkreis Nienburg und darüber hinaus einen Interkulturellen Jugendrat
(Miteinander-Füreinander) dauerhaft zu installieren. Der Interkulturelle
Jugendrat ist für alle offen. Es wird angestrebt, dass sich im
Interkulturellen Jugendrat ein Querschnitt aller Menschen die im Landkreis
vertreten sind, wieder findet (männlich, weiblich, aller Religionen, aller
Nationalitäten, etc.).
Der Interkulturelle
Jugendrat soll auf lange Sicht gesehen, in die Lage gesetzt werden, sich
selbständig in demokratische Prozesse einzubringen und weiter selbständig
Aktionen der verschiedensten Formen (Informationsveranstaltungen, Events,
etc.) zu organisieren.
Als erster "Höhepunkt"
war der 09. November 2007 in Nienburg unter dem Motto "Ich kenn' Dich - Du
kennst mich" eine Nacht der Religionen geplant. Hierbei wurde ein Reisebus
gemietet und während des späten Abends mehrere Gebetshäuser angesteuert...,
es wurde sich gegenseitig besucht. Während des Besuchs gab es einzelne
Erläuterungen zu den Stationen.
Den beteiligten
Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde das Wissen und Handeln bzgl. einer
demokratischen Entscheidungsfindung vermittelt.
Weiter wurde den
Beteiligten das Selbstvertrauen für ein zukünftiges eigenständiges Handeln
im Sinne des "eigenverantwortlichen Mitbürgers" vermittelt. Hier durch wird
das Anstreben einer aktiven, sich "einbringenden" Gesellschaft forciert.
Ziel war die Förderung
des friedlichen Zusammenlebens in Deutschland. Der Weg zu diesem Ziel
besteht in der Begegnung von Menschen aus unterschiedlichen religiösen
Traditionen. Unter der Leitfrage "Weißt Du wer ich bin?" sollen in
Gesprächen und mit Aktionen die Kenntnisse über die andere und über die
eigene Religion vermehrt werden. Die Aktion "Ich kenn' Dich - Du kennst
mich" regt so dazu an, Neugier füreinander zu entdecken, Vorbehalte zu
überwinden und Gemeinschaft zu stärken...
Die Resonanz und
Beteilung war außerordentlich gut, sowohl bei den in der Planung
eingebundenen Jugendlichen der Gruppe "miteinander - füreinander" als auch
bei den Beteiligten am Tag der Aktion (Musikbus steuert fünf kirchliche
Gemeinden in Nienburg an...) im Musikbus, in den jeweiligen Kirchengemeinden
sowie der Moschee. Weiter hat die Aktion auch eine große Resonanz in den
Medien erfahren (Mehrere Printberichte und ein TV Bericht / rtl).
Die Jugendlichen haben
die Aktion eigenverantwortlich geplant und durchgeführt:
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Organisation des
Busses |
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Kontakt zu den
Gemeinden |
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Planung und
Durchführung (Programm...) in den Gemeinden |
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Mehrere Orga.-Treffen
mit den an der Planung und Organisation beteiligten Jugendlichen |
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Vorberichterstattung
und Veranstaltungshinweise in der regionalen Medien |
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Erstellung eines
Ablaufplans bzgl. der Aktion (Art, Umfang, Zeitplan…) |
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Songtext, welcher in
der jeweiligen Kirchengemeinde und im Bus zwischen den Stationen
gemeinsam gesungen wurde |
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Gemeinsame Teilnahme
an dem stillem Gedenken Reichsprogromnacht am 09. November |
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Betreuung des
Infotisches gegen rechte Gewalt und für ein menschliches Miteinander in
der Nienburger Innenstadt |
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Nordertorschule – Weltweit
Hauptschüler
„übergaben“ das Wandbild aus Fliesenscherben feierlich der Öffentlichkeit
Es
herrschte emsiges Treiben in der Pausenhalle. Hauptschüler und –schülerinnen
der Nordertorschule bereiteten die kleine Feier anlässlich der
Fertigstellung „ihres“ Fliesen-Wandbildes vor.
Aufgeregt nahmen die am Programm beteiligten Schüler letzte Anweisungen der
Projektleiterin Gesine Schöning, Schulsozialarbeiterin der Nordertorschule,
entgegen. Die hauseigene Schülerfirma begrüßte die Gäste mit bunten Häppchen
und von Jugendlichen extra für diesen Anlass hergestellten „Fliesenkeksen“.
Der
Schulleiter, Bernd Haase, begrüßte neben Schüler-, Eltern- und
Lehrervertretern den Bürgermeister der Stadt Nienburg, Henning Onkes, den
für Schulen zuständigen Fachbereichsleiter bei der Stadt Nienburg, Ehler
Meyer, Rudi Klemm als Vertreter des Weser-Aller-Bündnisses (WABE), Sybille
Lürßen für die Sparkasse Nienburg, Frau Krumwiede für den Förderverein der
Schule und Frau Jorgas als Vertreterin des Fachdienstes Jugend und Sport des
Landkreises sowie Kalle Sturhahn-Dütschke von der Kunstwerkstatt Artenreich
und bedankte sich für deren Unterstützung bei der Verwirklichung des
anspruchsvollen Projekts „Fliesenmosaik Nordertorschule-Weltweit“. Haase
erinnerte daran, dass das Thema „Integration, Vielfalt und Toleranz“ für die
Nordertorschule eigentlich ein „alter Hut“ sei, da Schülerinnen und Schüler
mit Migrationshintergrund schon seit den Sechziger Jahren das Schulleben mit
prägen. Herr Klemm nahm diesen Faden in seinem Grußwort auf und drückte
seine Anerkennung für die vielfältigen Bemühungen der Nordertorschule aus,
den Hauptschülern möglichst gute Chancen für den Start in das Erwachsenen-
und Erwerbsleben zu eröffnen. Er sei zunächst skeptisch gewesen, ob die
Erstellung eines Wandbildes aus Fliesenscherben mit den
Qualitätsanforderungen der Förderkriterien WABEs übereinstimme. Die in der
Vorbereitung geplanten und umgesetzten Maßnahmen sowie das Mosaik selbst und
die Beschreibung des Entstehungsprozesses haben ihn dann voll überzeugt.
An die Adresse des Schulträgers, die Stadt Nienburg, gerichtet gab er den
großen Wunsch der Schülerschaft weiter, auch die räumlichen und sachlichen
Gegebenheiten dieser Schule zu verbessern. Nun gaben die Jugendlichen
Kostproben dessen, was sie über das Wandbild hinaus erarbeitet hatten. Die
Klasse 9b überzeugte mit einem „Fliesen-Rap“, die Klasse 8b präsentierte
eine Weltkarte, auf der die Herkunftsländer und -orte der Nordertorschüler
mit kleinen Fähnchen gekennzeichnet waren.
Die Klasse 6b stellte
ihr Europa-Spiel vor, das im Rahmen der Vorbereitung auf die Arbeit am
Mosaik entstanden ist. Diese Präsentationen zeigten exemplarisch die
gelungene Umsetzung des WABE-Mottos „Vielfalt tut gut“ und begeisterten die
Anwesenden. Bevor die Gäste von Herrn Haase eingeladen wurden, sich das
Original an der Außenwand des Schulgebäudes anzusehen, gab es noch eine
Überraschung für die Gäste. Für jeden Gast gab es aus der Hand von
Klassensprechern ein kleines Päckchen mit Postkarten des Mosaiks und eine
kleine Tüte „Fliesenkekse“ als Dankeschön und zur Erinnerung, die die Gäste
der Hauptschule gern in Empfang nahmen.Rap zum Fliesenmosaik der
Hauptschule Nordertor
Hey, wir
haben was vollbracht,
haben
ein Projekt gemacht
und
Entwürfe für das Hauptschul-Mosaik uns ausgedacht.
Künstler
haben draus gemacht eine wahre Linien-Pracht, haben unsere Ideen als Umriss
an die Wand gebracht.
Refrain:
Ja da musst du zementieren
Und das Zeug ganz ord’ntlich
schmieren,
Ja, da musst du Fliesen
schlagen,
bunte Scherben rüber tragen,
denn wir brauchen alle
Farben,
um sie an die Wand zu
tragen.
Hauptschul-Mosaik,
Hauptschul-Mosaik
Klasse 5
bis Klasse 10
war’n
beim Arbeiten zu seh’n
mit den
Scherben
aus
den’n langsam Mosaik-Flächen entsteh’n
Pfaue,
Kirchen und Moscheen
waren
bald sehr gut zu seh’n.
Wenn die
Zeit um war,
dann
wollten viele gar nicht wieder geh’n.
Refrain
Alle
starrten an die Wand,
alle
warteten gespannt,
was mit
Nordertorscher Hand
aus den
Scherben nun entstand.
Was
manch’ Hauptschüler erfand,
schimmert nun an uns’rer Wand.
Das war
wirklich allerhand
Und hat
lange Zeit Bestand.
Refrain
|
„Du dumme Sau“ – von der Beleidigung
zur win – win – Lösung
Zielgruppe
:
Jungen und Mädchen im Alter zwischen 7 und 12 Jahren unter der Bedingung der
freiwilligen Teilnahme in der Wilhelm-Busch-Schule in Rehburg-Loccum
Ziele :
Schulung der Wahrnehmung
von Gefühlen und Bedürfnissen ( eigener und anderer )
Förderung des gewaltfreien
Aufgreifens von Konflikten und Lösungsansätze für ein friedliches
Miteinander
Durchführung :
Das Projekt wurde immer
Mittwochs in der Zeit von 14.15 Uhr bis 15.45 Uhr im Klassenraum der Kl. 5
durchgeführt.
Es haben sich 4 Kinder –
je 2 Jungen und 2 Mädchen im Alter von 11 Jahren – freiwillig zu dem Projekt
angemeldet.
Der allgemeine Rahmen sah
wie folgt aus :
Am
Anfang der Stunde wurde immer ein Stuhlkreis gebildet, wo jedes Kind
erzählen konnte wie es ihm gerade geht, ob noch Fragen zur Vorstunde sind
und ob Unterstützung bei Konflikten benötigt wird. Bei Bedarf wurden diese
dann in der Gruppe, zum Teil im Rollenspiel, geklärt. Dieses Vorgehen hat
sich als sehr hilfreich erwiesen, als die Kinder schon etwas „Fachwissen“
erworben hatten und dadurch ein guter Übergang zur Arbeit mit dem Umgang
mit Konflikten gab. Nach Ablauf der Einheit wurde noch mal ein Stuhlkreis
gebildet, um die Stunde Revue passieren zu lassen und Dinge die erkannt
wurden zu verdeutlichen. Viel Wert wurde auf das gemeinsame Abschlussritual
gelegt. ( wir fassten uns alle an den Händen und gingen leicht in die Knie –
dann schrien wir ganz laut „Wuuusch“ und springten nach oben – danach sagten
wir „Auf Wiedersehen“ )
Förderung
der Wahrnehmung von Gefühlen und Bedürfnissen :
 |
Vorlage von sog. Gefühlsmonsterkarten, anhand derer die Kinder ihnen
bekannte Gefühle identifizieren konnten |
 |
Darstellung von Gefühlen anhand von Musik ( die Reise zu den
Gefühlsplaneten, wo bestimmter Musik ein Gefühl zugeordnet wurde )
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Erstellung eigener Gefühlsbuttons, die getragen wurden, um die eigene
Gefühlslage anschaulich zu machen und zu beobachten wie sie sich im
Laufe der Stunde verändern konnte |
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Spiele zur Wahrnehmungsförderung ( sehr beliebt war das Spiel des
Schlüsselkönigs – hier wird das „aktive Hören“ geschult ) |
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Pantomimische Darstellung von Gefühlen |
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Die Kinder malten Konfliktsituationen und ordneten den beteiligten
Gefühle zu |
Allgemeiner Einstieg in den Umgang mit Konflikten :
Die
Kinder erzählten wo und wie sie Streit erlebt hatten. Wir sprachen über die
Streitkultur von Jungen und Mädchen. Es stellte sich heraus, dass Mädchen
wie Jungen gleichermaßen in der Lage sind entweder zu hauen oder nachzugeben
und – je nachdem was die Stärke des jeweiligen Kindes ist – sich die Kraft
oder das Talent zu vermitteln, positiv nutzen lässt.
Heranführung
an die gewaltfreie Kommunikation :
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Spiel zum Erkennen wie Gewalt wirkt (kurze Spielerklärung : 2
Kinder stehen sich gegenüber, Kind 1 legt die rechte Hand auf die linke
Schulter des anderen – Kind 2 fasst den Ellenbogen von Kind 1 und
probiert so die Hand von der Schulter weg zu ziehen, die aber unter
allen Umständen dort liegen bleiben soll. Hierauf folgt in der Regel ein
rechter „Kampf“ der auch wehtun kann. Nach einer Minute bekommt das Kind
1 den Auftrag den Widerstand aufzugeben und mit der Bewegung mitzugehen
– was als sehr viel harmonischer empfunden wurde. Die Kinder erkannten,
wie man seinen Standpunkt auch ohne Gewalt beibehalten kann ) |
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Heranführen an die beiden Tiere der gewaltfreien Kommunikation, über
Spiele und Vergleich der beiden Tiere Wolf und Giraffe |
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Ausarbeiten der wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Tieren (
Wolf: greift an, ist „böse“, hat nur eine eingeschränkte Sichtweise etc.
Giraffe: bleibt gelassen, hat den Überblick, hat ein großes Herz ..)
über diverse Übungen. |
Arbeit
mit Wolf und Giraffe :
Wir
haben viele Übungen zur Übersetzung von Wolfssprache in Giraffensprache
gemacht. Zuerst wurden hierzu allgemeine Situationen genutzt und mehr und
mehr zu den eigenen Sprachansätzen übergeleitet.
Übergang zu dem Hören mit Wolfs – und Giraffenohren ( z. B. „ Mir ist
langweilig“ hört der Wolf evt. als „du bist langweilig, mit dir kann ich
nichts anfangen“ – die Giraffe hört „ich möchte gerne etwas Interessantes
machen“ )
Vorstellung der 4 Schritte nach denen in der gewaltfreien Kommunikation
vorgegangen wird:
-
Beobachtung
-
Gefühle
-
Bedürfnis
-
Bitte
Es
wurden viele Rollenspiele in 2er Gruppen durchgeführt, aber auch mit der
ganzen Gruppe. Vor allem wurden eigene oder beobachtete Konflikte zur
Lösungsfindung herangezogen.
Allgemeines
:
Wir
haben ein großes Plakat vorbereitet, welches in Kürze in der Schule
aufgehängt wird. Hierauf sind u.a. die 4 Schritte zu erkennen – mit einem
kleinen Beispiel – welche als Hilfsmittel für weiterführende Schlichtungen
dienen können. Außerdem fanden wir es gut, dass es für alle Kinder nutzbar
wird und noch mal mit Bild und Name gezeigt wird, wer an dem Projekt
teilgenommen hat und ggf. als Schlichter hinzugezogen werden kann.
Als
Abschluss wurde ein kleiner Test über die Grundkenntnisse in GFK geschrieben
der den Kindern gezeigt hat, wo noch mal genauer aufgepasst werden muss. Er
fiel bei allen gut aus und alle Kinder bekamen ein „Streitschlichterdiplom
1.Grades“ verliehen.
Durch das Projekt wurde der Grundstein für eine friedliche
Auseinandersetzung mit Konflikten gelegt, der auch weiterhin verfolgt werden
soll. Hierzu werden auch in Zukunft kleine Übungen gemacht und eine Lehrerin
mit der GFK vertraut gemacht, um es in den Schulalltag zu integrieren.
Grundsätzlich ist angestrebt die Möglichkeiten der GFK auch weiterhin in der
Schule zu nutzen.
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Konfliktlösungsseminar beim IJGD-Workcamp im Sommer 07
In
die tägliche Arbeitszeit der ijgd-Gruppe von fünf Stunden an fünf Tagen der
Woche wurde das Seminar eingebunden. Damit sollte den Teilnehmern eine
Verbindlichkeit signalisiert werden. Die Jugend aus dem Ort war
aufgefordert, freiwillig am Seminar teilzunehmen, was nur sehr
eingeschränkt, mit 3 Teilnehmern, stattgefunden hat.
Die
Kursleitung war bemüht die Bedürfnisse der Gruppe zu berücksichtigen und hat
mit viel Feedbackübungen gearbeitet, um diesen auf den Grund zu kommen.
Die
sehr unterschiedlichen Sprachkenntnisse in englischer und/oder deutscher
Sprache ( Beides Campsprachen ) behinderten ein fließendes Arbeiten am Thema
besonders. Es wurde viel Zeit für Übersetzungen benötigt. Dies schmälerte
die Begeisterungsfähigkeit für das Thema und die aktive Mitarbeit, so dass
auch inhaltlich nicht so viel wie geplant bearbeitet werden konnte. Der
Mediationskurs wurde auf dem Gelände der Jugendarbeit ,Am Esch, in Lemke
durchgeführt.
Die
Seminarleitung war bemüht die Inhalte des Kurses an die Gruppensituation
anzupassen, um etwaige Schwierigkeiten sofort bearbeiten zu können. Da der
Kursleiter aus privatem Anlass das Seminar nicht selber durchführen konnte,
schickte er kurzfristig eine Vertretung, die in einer solchen Konstellation
von TeilnehmerInnen noch nicht gearbeitet hatte und eher unsicher wirkte.
Dies bemerkten wohl auch die TN, denn einigen Teilnehmern der
internationalen Gruppe schien die Ernsthaftigkeit und Notwendigkeit eines
solchen Seminars nicht konkret klar zu sein. Wobei auch eine eher
unglückliche Zusammensetzung der internationalen Gruppe, mit einem Überhang
an osteuropäischen TN, einer
Asiatin und einem sehr jungen Mann aus der Türkei den gesamten
Gruppenfindungsprozess sehr nachhaltig beeinflussten. Einer der
osteuropäischen jungen Männer verweigerte die Mitarbeit durch Schweigen und
unangemessenes Verhalten, welches in einem Reflexionsgespräch erörtert und
die Notwendigkeit einer solchen gruppendynamischen Einheit nochmals
thematisiert wurde. Ihm schien der Kurs unnötige Zeit zu beanspruchen, die
er lieber produktiv verbracht hätte..
Eine
weitere Beeinträchtigung war die Durchführung des Kurses in englischer
Sprache, da dieses oft Übersetzungen in die Muttersprache erforderte, weil
der Wortschatz der TeilnehmerInnen oft nicht für die besonderen
Formulierungen ausreichte.
Der
Großteil der Gruppe hat das Seminar jedoch als sehr hilfreich angesehen, da
es Einblicke in die unterschiedlichen Konfliktsituationen und -auslöser,
sowie in individuelle Verhaltensweisen, auch geschlechtsabhängig bot, die im
alltäglichen Miteinander oft nicht bewußt wahrgenommen werden. Besonders die
jungen Frauen der Gruppe profitierten von dem Angebot, da sie im Anschluß
auch den Mut fanden sich in den Feedbackrunden der Gruppe konkret zu äußern
und angemessen Kritik zu üben. Ebenso benannten einige TN diese Erfahrungen
als äußerst wertvoll für ihr tägliches Leben mit seinen diversen
Differenzen. Es wurden einzelne, immer wiederkehrende Konfliktsituationen
angesprochen, denen sie nun mit einem konkretes Handlungsmodell begegnen
können.
Alle
beteiligten Partner bemühten sich sehr um ein tolerantes, demokratisches
Miteinander und die Gemeindeverwaltung unterstützte alle Aufgaben mit viel
Engagement und persönlichem Einsatz. Die Ferienpassinitiative Marklohe
begleitete die gesamte Gruppe hervorragend und der Seminarleiter A. Torbecke,
konnte spontan eine Vertretung organisieren, da er unerwartet wegen privater
Angelegenheiten ausfiel. Zeitweise gab es Kommunikationsschwierigkeiten
zwischen TeilnehmerInnen der internationalen Gruppe und der ijgd.
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Pilotprojekt Kreta
Organisiert
durch den Landesarbeitskreis Berufsnot (LAK) aus Hannover nahm die
Jugendwerkstatt an einem Work-Camp auf Kreta teil. Zusammen mit der KVHS
Norden und der KVHS Aurich flogen vier TeilnehmerInnen(zwei Männer und zwei
Frauen) und ein Werkstattpädagoge aus Nienburg in der Zeit vom 29. September
bis 13. Oktober 2007 nach Griechenland.
Auf dem Gelände des
Euro-mediterranen- Jugendzentrums der Orthodoxen Akademie Kreta wurden
verschiedene Arbeiten ausgeführt. Beispielsweise wurden drei Betonplatten
gegossen um anschließend Zelte darauf zu stellen. Außerdem wurden
Ausbesserungsarbeiten an einem Schattendach ausgeführt und diverse
Reparaturen erledigt. Die Gruppe war in einfachen Blechhütten untergebracht
und verpflegte sich überwiegend selbständig. Es wurde aber nicht nur
gearbeitet. Bei angenehmen spätsommerlichen Bedingungen standen sowohl der
Besuch der Samaria- Schlucht (mit 18 km die längste Schlucht Europas) als
auch der minoischen Palastanlage von Knossos auf dem Programm.
Die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zwischen griechischen und deutschen
Jugendlichen bestand beim Besuch von zwei Berufsschulen. Die kretische Küche
und kretische Folklore lernte man an zwei Abenden in der Orthodoxen Akademie
kennen. Außerdem besuchten wir das Heiligenfest des Eremiten Johannes und
bekamen dabei Einblicke in die kretischen kirchlichen Feste.
Für alle MitfahrerInnen war
es ein interessantes Abenteuer. Gerade der Austausch der drei Einrichtungen
hat allen großen Spaß gemacht.
Perspektivisch soll sich in den nächsten Jahren ein internationaler
Austausch von polnischen, kretischen und deutschen Jugendlichen entwickeln.
Geplant sind die Arbeiten auf dem Gelände des Euro- mediterranen-
Jugendzentrums weiter voran zu treiben. Ein Gegenbesuch von kretischen
Berufsschullehrern und Schülern in Niedersachsen wird außerdem angestrebt.
Die jungen TeilnehmerInnen,
die überwiegend das erste Mal im Ausland waren und Kontakt zu Menschen
hatten, die nicht deutsch sprachen, kamen mit vielen neuen und
faszinierenden Eindrücken von der Reise zurück. Die anschließende
Dokumentation in Form eines Films und eines Tagebuchs wurde ansprechend von
den TeilnehmerInnen aus Nienburg gestaltet.
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