Was
ist eigentlich WABE?
Die vier
Partner Landkreis Nienburg/Weser, Landkreis Verden, Stadt Verden (Aller)
und Stadt Nienburg haben sich bereits im Jahr 2006 im
Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage (WABE)
zusammengeschlossen, um Bildungsprojekte für Demokratie und
Zivilcourage zu fördern. Diese Kooperation hat sich als sinnvoll und
produktiv erwiesen und soll bei der Umsetzung des neuen Lokalen
Aktionsplans genutzt und ausgebaut werden. Rechtlich wird die
Zusammenarbeit durch eine Kooperationsvereinbarung geregelt.
WABE hat
sich mit Erfolg um die Förderung eines neuen Lokalen Aktionsplanes aus
dem Bundesprogramm "Toleranz
fördern - Kompetenz
stärken"
des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
bemüht,
um die Nachhaltigkeit der bisherigen Arbeit zu verbessern. Das aktuelle
Förderprogramm hat eine Laufzeit von 2011 bis 2013.
Zielsetzungen:
Demokratisches Engagement gegen Rechtsextremismus und Rassismus wird auf
kommunaler Ebene im Rahmen der interregionalen Kooperation gestärkt.
Mittlerziele
-
Initiativen und Bündnisse für Demokratie und Zivilcourage werden
gestärkt.
-
Vereine
und Verbände, Kindertageseinrichtungen, Schulen und Jugendarbeit
erfahren in Kooperation mit den Verwaltungen in ihrem demokratischen
Bildungsauftrag Unterstützung durch das Netzwerk.
-
Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wird gefördert.
Die durch
das Bundesprogramm geförderten Projekte müssen einen Beitrag zur
Nachhaltigkeit des WABE-Netzwerkes für Demokratie und Zivilcourage
leisten. Die degressive Förderung führte inzwischen zu einer drastischen
Kürzung der Bundesförderung.
Um
weiterhin zusätzliche Projekte in der Region fördern zu können, haben
wir ein Förderverein gegründet. Mit einer Mitgliedschaft oder einer
Spende tragen Sie dazu bei, dass sich Jugendliche für Demokratie und
ein friedliches Miteinander engagieren können.
Lokale
Aktionspläne
Was ist ein Lokaler
Aktionsplan (LAP)?
Lokale
Aktionspläne sind konkrete, vor Ort ausgearbeitete Konzepte, die
Vielfalt, Toleranz und Demokratie vor allem unter Jugendlichen stärken
sollen.
Hier
arbeiten die Kommune und lokale Akteure der Zivilgesellschaft - von
Kirchen über Vereine und Verbände bis hin zu engagierten Bürgerinnen und
Bürgern - eng zusammen.
Sie
entwickeln gemeinsam eine Strategie für Toleranz und Vielfalt, für
demokratisches Handeln und gegen rechtsextreme, fremdenfeindliche und
antisemitische Tendenzen vor Ort. So verhindert dieses dichte Netzwerk
der demokratischen Kräfte, dass sich gefährliches Gedankengut unter
Kindern und Jugendlichen in der Region ausbreiten kann.
Wie arbeitet ein Lokaler
Aktionsplan vor Ort?
Zulauf
rechtsextremer Parteien, zahlreiche Straftaten mit rechtsextremistischem
Hintergrund, verstärkte Freizeitangebote rechtsextremer Organisationen,
offene Fremdenfeindlichkeit unter den Fans des heimischen Fußballvereins
- wenn solche Warnsignale sichtbar werden, dürfen die demokratischen
Kräfte vor Ort nicht die Augen verschließen. Sie müssen aktiv werden.
Ein Lokaler Aktionsplan, der ganz auf die Gegebenheiten vor Ort
abgestimmt ist, zeigt Wege und Möglichkeiten auf, die zum Erfolg führen.
Eine im
Bundesprogramm geförderte Stadt ist zum Beispiel über ihren Lokalen
Aktionsplan überall dort mit Aufklärungsaktionen vor Ort, wo
Rechtsextreme ihr Gedankengut verbreiten:
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an
Schulen, |
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in
Sportvereinen oder |
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auf
Volksfesten. |
Eine
Ideenwerkstatt für kreatives Arbeiten gegen Rechtsextremismus ist in
dieser Stadt zum Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger geworden und ein
neues Schülernetzwerk fördert das Verständnis von Jugendlichen für
demokratische Beteiligung.
Auch
ortsansässige Unternehmer werden über regelmäßige Treffen in den Lokalen
Aktionsplan (LAP) eingebunden.
Wer ist verantwortlich für
die Umsetzung des Lokalen Aktionsplans?
Das
kommunale Netzwerk
Im
Weser-Aller-Bündnis erfolgt die Umsetzung des Lokalen Aktionsplans auf
mehreren Ebenen. Das Kommunale Netzwerk wird repräsentiert von den
Landräten und Bürgermeistern der vier Netzwerkpartner.
Der
Begleitausschuss
Der
Begleitausschuss besteht aus 18 Mitglieder, darunter sind vier
Vertreter/innen der Verwaltungen, acht zivilgesellschaftliche Akteure,
vier Jugendliche und junge Erwachsene und zwei Vertreter/innen des
Fördervereins WABE e. V.
Der
Begleitausschuss entscheidet über die Ausrichtung des Lokalen
Aktionsplans und über die Vergabe von Fördermitteln. Darüber hinaus
evaluiert er durch Projektbesuche und in Auswertungsgesprächen die
realisierten Projekte.
Die
Koordinierungsstelle
Die
Koordinierung erfolgt über die interne und die externe
Koordinierungsstelle, die eng miteinander verzahnt sind. Die interne
Koordinierungsstelle ist im Rathaus Verden angesiedelt, da die Stadt
Verden als Projektträgerin die Gesamtverantwortung für den LAP trägt.
Dort erfolgt deshalb auch die Abwicklung der finanziellen
Angelegenheiten.
In der externen Koordinierungsstelle findet die inhaltliche Beratung
und Bildungsarbeit für den LAP statt. Sie dient als Netzwerkknotenpunkt
über die jeweiligen Kreisgrenzen hinaus. Darüber hinaus findet dort der
operative Teil der inhaltlichen Prüfung und Auswertung der Projektarbeit
statt.