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Verleihung des Elisabeth-Weinberg-Preises und Ausstellungseröffnung: „Der Überfall auf Polen“

Sa, 09.11.2019, 18:00 Uhr

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Verantstaltungen der Stadt Nienburg zum Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 statt.

Zur Ausstellung Der Überfall auf Polen: „Seit 05:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen“,
plärrte Hitler am 1. September 1939 vor dem Reichstag. Mit SS-Leuten und KZ-Häftlingen in
polnischen Uniformen hatten die Nazis den ganzen August über polnische Angriffe fingiert,
die den Vorwand zur Invasion des Nachbarlandes lieferten. Fotos johlender, polnische
Grenzbefestigungen niederreißender Wehrmachtssoldaten unterstützten die
Propagandalügen. In vier Komplexen zeigt die Ausstellung den weiteren Verlauf des finsteren
Kapitels: Bilder des Überfalls, das Warschauer Ghetto, den Warschauer Aufstand 1944 und
das Kriegsende. Die „Friedensbibliothek-Antikriegsmuseum“ ist eine Einrichtung der
Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Zur Vorstellung „Die Menschheit hat den Verstand verloren!“: Jahre vor ihren Kinderbüchern
schrieb Astrid Lindgren ihre Gedanken über das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts in
ihren Tagebüchern nieder. Sie schildert ihren Alltag, stellt aber auch erschreckend aktuelle
Fragen: Was tun, wenn Fremdenfeindlichkeit das Denken und Handeln der Menschen
bestimmt? Wie Stellung beziehen? Gemeinsam mit der Musikerin Irmgard Schleier hat Eva
Mattes daraus eine musikalisch begleitete Lesung entwickelt. Die Schauspielerin, die mit
großen Regisseuren wie Zadek, Fassbinder und Herzog berühmt wurde, liest aus Astrid
Lindgrens Tagebüchern – dazu Lieder, Chansons, ausgewählte Passagen aus „Pippi
Langstrumpf“, literarische Chansons aus dem Exil, jiddische Lieder aus dem Widerstand sowie
Wiegen- und Kinderlieder aus Nord- und Osteuropa. Die Veranstaltung ist ein
Kooperationsprojekt des Arbeitskreises Gedenken mit dem Nienburger Kulturwerk in der
Reihe „Starke Stimmen gegen das Vergessen“.

Zur musikalischen Weltreise mit Willy Schwarz, Jewish Music around the World: Von dem
Allround-Musiker Willy Schwarz geht universaler Anspruch und Friedfertigkeit zugleich aus.
Mit seinem Gesang und dem virtuosen Spiel auf in aller Welt gesammelten Instrumenten
öffnet er die Herzen seiner Zuhörer. Schwarz, der jüdische Musiktradition in Syrien,
Äthiopien, Irland, Italien, Indien oder Usbekistan aufspürt, liebevoll pflegt und auslebt,
vereinigt all diese Impulse zu einem stimmigen erdumspannenden Programm. Dabei versteht
er, das kulturelle Erbe des leidgeprüften und doch lebensmutigen jüdischen Volkes zum
musikalischen Leben zu erwecken. Willy Schwarz wurde in Michigan geboren, lebt in Bremen,
seine Mutter ist deutscher, sein Vater italienischer Herkunft, er selbst war lange in Indien und
ging mit Stars wie Tom Waits auf Konzerttour durch alle Kontinente: ein Kosmopolit im Leben
wie in der Musik. Die Darbietung ist unser Kontrastprogramm zum „Gassenhauer“-Abend der
Nienburger Gastronomie, damit der 9. November in seinen ambivalenten historischen
Dimensionen nicht vergessen werden möge.

Zur Teilnahme an den Veranstaltungen
der Stadt Nienburg zum Gedenken an die
Novemberpogrome von 1938
lade ich Sie herzlich ein
Henning Onkes
Bürgermeister

Veranstaltungsort
Rathaus Nienburg
Marktpl. 1, 31582 Nienburg/Weser
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